Tipps für entspanntes Campen mit Hund

Woran man denken sollte, wenn man mit Hund auf Reise geht, erklärt die erfahrene Hunde-Camping-Bloggerin Tanja Moosmann von Crosli.de.

Jeder Hund ist anders, kein Wetter immer gleich, und ein Aufenthalt im Wohnmobil unterscheidet sich stark von einem kurzen Transport im Auto. „Damit der Urlaub mit Hund im Wohnmobil möglichst stressfrei und angenehm abläuft, hilft es, optimale Voraussetzungen zu schaffen“, schreibt Tanja Moosmann in ihrem Blog Crosli.de, das sich mit Themen wie Lifehacking, Job- und Bodyhacking beschäftigt.

Aus ihren Erfahrungen, die sie nach vielen Jahren Camping mit Hund, in Zelt, Wohnwagen und Wohnmobil gesammelt hat, dürfen wir zitieren, um sie an Waumobil-Fans weiterzugeben – und das tun wir hiermit sehr gerne. Schauen Sie doch mal bei Tanja vorbei: www.crosli.de.

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Nässe und Geruch

Zur hundegerechten Ausstattung von Waumobilen gehört nicht nur hilfreiches Zubehör wie ein Reinigungssortiment, sondern vor allem der große Kofferraum, in dem die Hunde erst einmal „abtropfen“ können – und sollen. Denn nach einem Regen- oder Badetag kann der Geruch ein Problem sein: „Vor allem bei Hunden mit viel Unterwolle kann es im Wohnmobil mächtig riechen, selbst hartgesottenen Hundebesitzern muss dies auffallen“, sagt Tanja Moosmann. Klar, dass dann auch Hundebürste und Hundehandtuch zum Einsatz kommen – wobei der Nutzen im Verhältnis zum Aufwand dann doch recht gering ist. Ihr Tipp für den Regenspaziergang ist ein Hunde-Regenmantel aus Softshell: „Der sorgt dafür, dass der Hund nicht total durchnässt ist, nur noch die Pfoten müssen getrocknet werden.“

Hundehaare

Nein, der Urlaub darf nicht daraus bestehen, dass man sein mobiles Heim enthaart. Deshalb, so die Bloggerin, sei es wichtig, dass sich nur wenige Haare im Wohnmobil verbreiten und diese dann mit einem guten Staubsauger entfernt – damit die Prozedur im besten Fall nur wenige Minuten dauert. Wie aber minimiert man den Haarberg? „Nachdem ich sicherlich sechs Jahre lang alle möglichen Bürsten und Kämme ausprobiert habe, resignierte ich irgendwann. Da tat sich eine neue Welt des Hundebürstens für mich auf: der FURminator.“ (www.furminator.de) Damit lassen sich viele Hundehaare auskämmen, und auch Unterwolle wird herausgebürstet. Was sich dann noch an Haaren verteilt, wird eher schlecht mit einfachen Akkusaugern entfernt – hier helfen kraftvolle Kandidaten von Dirt Devil oder auch Dyson.

Dreck auswaschen

Bitte nicht in die Dusche des Wohnmobils verfrachten! Eine Campingdusche ist die Lösung: „Tauchpumpe in einen Eimer mit Wasser, schon kann es losgehen. Soll Shampoo zum Einsatz kommen, einfach einen Abfluss suchen.“

Hund anleinen

Ein Spanngurt aus dem Baumarkt ist oft besser als eine Schleppleine, weil er nicht viel Feuchtigkeit aufsaugt, sich leicht mit Karabinern an beiden Enden ausstatten, überall befestigen und bei Bedarf einfach erweitern oder kürzen lässt. Im Waumobil ist übrigens gleich ein „WauButler“ dabei, den man mit den Reifen fixiert – gibt’s in unserem Waumobil-Shop.

irland_10Decke für den Stammplatz

Hunde, die gerne vor dem Wohnmobil im Gras oder auf sandigen oder lehmigen Plätzen liegen, bekommen oft eine normale Decke, die dann regelmäßig ausgeschüttelt und gewaschen werden muss. Besser ist eine richtige Outdoor-Hundedecke: wasser- und dreckabweisend, in sich stabiler, bei Bedarf leicht abwischbar.

Futter und Trinkwasser

Rutschfeste Näpfe sind immer ein guter Tipp, aber auch Gummimatten zur Vermeidung von Wasserlachen auf dem Boden des Wohnmobils. Trockenfutter wiederum sollte luftdicht verschlossen sein, damit sich dessen Geruch nicht unangenehm ausbreitet. Tanja Moosmann plädiert für das gleiche System wie beim Mülleimer: „Für meinen eigenen Wohnmobil-Ausbau nutze ich einen 20-kg-Einbau-Mülleimer für die Aufbewahrung des Trockenfutters, ein 5-kg-Sack passt komplett rein. Und man kann zur Fütterungszeit einfach leicht den herausnehmbaren Fressnapf darin versenken, um ihn zu füllen.“

Reiseapotheke

Auch die ist in einem Waumobil bereits an Bord. Der Erste-Hilfe-Koffer beinhaltet die üblichen Helferlein für Frauchen und Herrchen, aber zum Beispiel auch eine Zeckenzange. Eine Rolle Tape sei ebenfalls empfehlenswert, sagt Tanja Moosmann: „Denn in eine Glasscherbe treten, das passiert schnell. Und es muss ja weitergehen, nur selten tut sich während einer Wandertour in unberührter Natur ein Tierarzt auf.“